Faszination Bryce Canyon
Eine eindrucksvolle Fahrt über zwei Pässe brachte uns heute zum Bryce Canyon. Der Canyon selbst besteht aus Kalkstein und schimmert je nach Sonneneinstrahlung Rosa, Gelb, Weiss und Orange. Wenn man lange genug die einzelnen Säulen betrachten die man hier auch Wächter nennt so nimmt jede Säule für sich oder jede Gruppe von Säulen ein eigenes Bild an.
Seit einer Woche haben wir keine einzige Wolke mehr gesehen, das ist auch heute so geblieben. Somit hat sich die Pracht des Bryce Canyon in vollen Zügen entfaltet. Da wir uns aber zwischen 2000 und 3000 Metern bewegen ist es auch mit Sonnenschein nicht wärmer als 22 Grad was sich aber auch als grosser Vorteil herausstellen sollte.
Wir haben die einzelnen Fiew Points abgefahren und Eindrücke gesammelt. Danach kurz das Zimmer bezogen und uns für eine tolle Wanderung hinab in den Canyon fertig gemacht.
Der Trail selbst ist gut zu gehen wenn auch nicht ungefährlich. So sollte man an den Kanten höllisch aufpassen da sie sehr brüchig sein können und es danach nicht selten einige Hundert Meter in die Tiefe geht. Je weiter man hinabsteigt umso eindrucksvoller erscheint einem das Gebilde aus Wächtern um einen herum. Wir sagen doch einfach mal: Genisst die Bilder
Der Aufstieg war dann deutlich mühsamer und wir waren richtig dankbar um die kühleren Temperaturen.
Noch einige Hintergrundinfos zum Canyon selbst. Eigentlich ist der Bryce Canyon ja gar kein Canyon. Es handelt sich um die Ausläufer des Paunsagaunt Plateaus, das durch Verwitterung und Erosion zu einem halbrunden, schüsselartigen Becken geformt wurde. Die einzelnen Gesteinsschichten des Bryce Canyon sind unterschiedlich weich wodurch es zu dieser eher ab normalen Gesteinsbildung kommt. Auf ein Menschenleben verschwinden ungefähr 300cm. So wird leider nicht mehr jeder in den Genuss der Natural Bridge kommen. Betrachtet mal das Bild von der Bridge, ihr werdet feststellen dass der rechte Fuss deutlich dünner ist als der Rest. Genau diese Stelle wird zum Schwachpunkt der Brücke und sie wird über kurz oder lang verschwinden.
Morgen werden wir weiterfahren Richtung Page zum Lake Powell.
Streckenbeschreibung:
Die vermutlich kürzeste Route auf unserer Strecke, einfach ein wenig auf der 89 Richtung Osten und schon ist man da :-)
Entfernung: 85 Meilen
Fahrzeit: 1 1/2 Std.
http://www.brycecanyonlodge.com/index.html
Nach 6 Jahren in anderen Ländern, dem Kauf eines eigenen Wohnmobils für Europa, dem Entdecken dass eine Pandemie praktisch jede Fernreise unmöglich macht ist es nun endlich wieder an der Zeit in unsere zweite Heimat zu ziehen.
Wie immer lassen wir dich lieber Leser, gerne an unseren Gedanken zur Tour und der Planung teilhaben bevor es dann mit den einzelnen Berichten zu den Touren losgeht.
Die Reisezeit selbst bleibt wie die vergangenen Jahre gleich, da wir mit dem Spätsommer sehr gute Erfahrungen gemacht hatten. Doch nun von Beginn an, warum nun nach 6 Jahren wieder USA?
In den ersten beiden Jahren seit unserer letzten Reise war Covid der klare Grund, keine Fernreise zu unternehmen. Da wir uns in dieser Zeit auch entschieden hatten ein eigenes Wohnmobil zu kaufen war klar, die nächsten Jahre werden wir Europa entdecken und dies haben wir reichlich gemacht und genossen.
Was jeder USA Liebhaber jedoch kennt, ist der innere Drang bei jedem Artikel, jeder Fernsehsendung, jedem YouTube Video, endlich wieder loszulegen und die nächste Reise zu planen.
Im Herbst 2024 haben wir uns wie bereits einige Male zuvor schon mögliche Flug Optionen angesehen. Da wir jede Menge Meilen hatten wollten wir unbedingt und wenn möglich alles über Meilen buchen. Wie bereits in den Jahren zuvor war der erste Blick gen Westen obwohl wir schon seit langem auch den Osten gerne mal bereisen wollten. Hier hat uns der Zufall weitergeholfen. Es hat schlicht keine sinnvollen Flüge von Zürich nach Los Angeles, San Francisco, Denver oder Las Vegas gegeben und auch mit Umsteigen via München oder Frankfurt war nichts bei Miles and More dabei. An besagtem Herbstabend haben wir spontan überlegt was uns im Osten schon immer begeistert hat und wir immer sehen wollten. Chicago war die einstimmige Meinung!
Da sich Chicago gut ab Zürich eignet musste wir nur noch den Rückflug Flughafen entscheiden. Auch hier waren wir uns schnell klar, Miami oder New York. Am Ende haben wir uns auch auf Grund der Flugmöglichkeit für New York entschieden.
So geht es für uns nun von Zürich nach Chicago und von New York über Genf zurück nach Zürich. Was sich bei dieser Route wirklich gelohnt hat war der Tarif. Beide Flüge in der Business Class über Meilen und nur die Gebühren von unter CHF 200.- wurden noch fällig.
Im Rahmen der Reiseplanung haben wir uns nun zu Beginn auf 2 mögliche Routen festgelegt:
Was es nun schlussendlich wird, darf in den nächsten Wochen und Monaten noch geplant werden. Eins steht jedoch fest. Wir freuen uns so sehr, wieder USA und zum ersten Mal im Osten.