Yellowstone Nationalpark, einfach unbeschreiblich schön!
Tag 13 und 14 unserer diesjährigen Reise haben wir im Yellowstone Nationalpark verbracht. Alleine die Fahrt vom Grand Teton in Richtung Yellowstone ist wunderschön, man fährt am Lewis River einem wild vertäumten Flusslauf entlang. Daneben säumen grüne Wiesen und Wälder Wälder Wälder die Landschaft. Es ist recht hügelig aber ohne die grossen Pässe. Da wir sehr früh am Morgen im Grand Teton losgefahren sind, wollten wir zuerst den berühmten Old Faithful Geysir anschauen. Man findet eine ganze Geysirlandschaft wobei sich der Old Faithful dadurch auszeichnet dass er in einer Regelmässigkeit (ca. alle Stunde) ausbricht und dann sehr hohe Wasser und Dampffontänen versprüht. Man findet die bizarrsten Bilder und Farben die man sich vorstellen kann, hier müsst Ihr einfach die Bilder anschauen und ihr versteht was wir meinen.
Danach haben wir uns zu unserem Campground aufgemacht (fishing bridge rv park) ein sehr einfach gehaltener aber über full hook up verfügender Campground. Etwas befremdlich (haben wir ja aber im Grand Teton schon erlebt) ist die strikte Warnung vor Bären. Das wird einem dann vor allem bwusst wenn man auf dem Campground mitten im Wald befindet und überall am Waldboden Fussabdrücke aller Arten von Tieren findet.
In den zwei Tagen haben wir dann Touren in das Hayden Valley, Canyon Village, Norris Basin und Madison unternommen. Auf der Fahr in das Hayden Valley sind wir dann mal für einige Zeit vom Fahren abgehalten worden da eine Herde Bison der Meinung war die Strasse gehört ihnen. Sehr faszinierend diese riesen Tiere am Camper vorbeilaufen zu sehen, noch eindrücklicher wenn vor einem ein Jeep fährt bzw. steht und der Bison Bulle mit seinen Schultern den Jeep überragt. Neben der sehr eindrücklichen Landschaft ist die Artenvielfalt im Yellowstone unbeschreiblich, Bären, Elche, Hirsche, Bison, Pumas und Wölfe sind nur einige der Arten die man hier sehen kann. Wobei einen Puma oder Wolf haben wir nicht gesehen.
Wir wussten ja im Vorfeld nicht ob all die wunderbaren Berichte die wir über den Yellowstone gehört haben stimmen aber es ist einfach so, einen solchen Ort haben wir noch nie gesehen und er passt so überhaupt nicht in ein Muster. Er hat Flusslandschaften, Canyon, Berge, Wälder und karge fast bizarre Geysirlandschaften. Was man auf jeden Fall deutlich spührt und auch sieht ist dass man auf einem Supervulkan sitzt. An jeder Ecke steigt der heisse Dampf aus der Erde und das Wasser brodelt. Schade dass diese Landschaft eines Tages verschwinden wird.
Tag 15 haben wir dann zum Fahrtag nach Westen bestimmt. Zuerst wollten wir einfach nur einige Kilometer in den Westen kommen, daraus geworden ist eine Monstertour mit 1350 Kilometern, 14.5 Std Fahrzeit vom Yellowstone nach Reno Nevada. Begleitet wurden wir wie üblich von teilweise sehr schlechten Strassenverhältnissen, Sturm (war auch ein kleiner Tornado dabei weshalb das WoMo mal auf drei statt sechs Rädern gefahren ist), ein Gewitter und sehr engen Baustellen. Glücklich aber total geschafft sind wir dann um 20 Uhr in Reno angekommen wo wir auf einem sehr schönen KOA Campground für eine Nacht bleiben bevor wir dann an den Lake Tahoe fahren.
Nach 6 Jahren in anderen Ländern, dem Kauf eines eigenen Wohnmobils für Europa, dem Entdecken dass eine Pandemie praktisch jede Fernreise unmöglich macht ist es nun endlich wieder an der Zeit in unsere zweite Heimat zu ziehen.
Wie immer lassen wir dich lieber Leser, gerne an unseren Gedanken zur Tour und der Planung teilhaben bevor es dann mit den einzelnen Berichten zu den Touren losgeht.
Die Reisezeit selbst bleibt wie die vergangenen Jahre gleich, da wir mit dem Spätsommer sehr gute Erfahrungen gemacht hatten. Doch nun von Beginn an, warum nun nach 6 Jahren wieder USA?
In den ersten beiden Jahren seit unserer letzten Reise war Covid der klare Grund, keine Fernreise zu unternehmen. Da wir uns in dieser Zeit auch entschieden hatten ein eigenes Wohnmobil zu kaufen war klar, die nächsten Jahre werden wir Europa entdecken und dies haben wir reichlich gemacht und genossen.
Was jeder USA Liebhaber jedoch kennt, ist der innere Drang bei jedem Artikel, jeder Fernsehsendung, jedem YouTube Video, endlich wieder loszulegen und die nächste Reise zu planen.
Im Herbst 2024 haben wir uns wie bereits einige Male zuvor schon mögliche Flug Optionen angesehen. Da wir jede Menge Meilen hatten wollten wir unbedingt und wenn möglich alles über Meilen buchen. Wie bereits in den Jahren zuvor war der erste Blick gen Westen obwohl wir schon seit langem auch den Osten gerne mal bereisen wollten. Hier hat uns der Zufall weitergeholfen. Es hat schlicht keine sinnvollen Flüge von Zürich nach Los Angeles, San Francisco, Denver oder Las Vegas gegeben und auch mit Umsteigen via München oder Frankfurt war nichts bei Miles and More dabei. An besagtem Herbstabend haben wir spontan überlegt was uns im Osten schon immer begeistert hat und wir immer sehen wollten. Chicago war die einstimmige Meinung!
Da sich Chicago gut ab Zürich eignet musste wir nur noch den Rückflug Flughafen entscheiden. Auch hier waren wir uns schnell klar, Miami oder New York. Am Ende haben wir uns auch auf Grund der Flugmöglichkeit für New York entschieden.
So geht es für uns nun von Zürich nach Chicago und von New York über Genf zurück nach Zürich. Was sich bei dieser Route wirklich gelohnt hat war der Tarif. Beide Flüge in der Business Class über Meilen und nur die Gebühren von unter CHF 200.- wurden noch fällig.
Im Rahmen der Reiseplanung haben wir uns nun zu Beginn auf 2 mögliche Routen festgelegt:
Was es nun schlussendlich wird, darf in den nächsten Wochen und Monaten noch geplant werden. Eins steht jedoch fest. Wir freuen uns so sehr, wieder USA und zum ersten Mal im Osten.