Früh heute morgen sind wir vom Jetlag bereits wach geworden. Was durchaus nervig sein kann hat uns heute morgen überhaupt nicht gestört denn wir dürfen einmal mehr in den Grand Canyon Nationalpark, genauer gesagt zum South Rim aufbrechen. Nach einem gemütlichen Frühstück, was wir in unserem Camper immer sehr geniessen, sind wir gegen 7 Uhr bereits wieder on the road.
Von Seligman aus führte uns, unsere Route auf der 66 bis Williams und dann nördlich auf der 64 in den Nationalpark. Wie immer ist es unglaublich beeindruckend wenn man vom staubigen, felsigen Landschaften ab Williams in eine grüne mit kleinen Bäumen verzierte Landschaft kommt. Links und rechts der Strasse weiden einige recht grosse Kuhherden. So stellt man sich doch den Wilden Westen vor.
Obwohl (oh Wunder) wir heute gratis Eintritt in den NP hatten, haben wir trotzdem die 80 Dollar ausgegeben um wie jedes Jahr den Annual Park Pass zu kaufen. Der zahlt sich auch dieses Jahr für uns aus da ja noch einige NP's vor der Tür stehen.
Durch unsere frühe Abfahrt waren wir bereits um 10:30 im Park, was uns die Möglichkeit gegeben hat zuerst einmal im sehr schön hergerichteten General Store, unsere Vorräte vollständig aufzufüllen. Wie jedes Jahr hatten wir bei unserem Ersteinkauf in Las Vegas das ein oder andere vergessen oder es in dieser Wal Mart Turnhalle schlicht nicht gefunden.
Pünktlich um 12 Uhr haben wir dann auf dem Mather Campground eingecheckt. Wir sind mit unserem 30 Fuss RV genau an der oberen Grenze, RV's mit einer Länge über 30 Fuss dürfen ihn nicht benutzen und müssen in das nahe gelegene Trailer Village ausweichen. Es hat auch seine Berechtigung denn die Wege sind sehr schmal und die Schönheit des Campgrounds (er liegt in einem Wald) wird bei der Einfahrt eher zur Herausforderung. Aber.... auch das haben wir geschafft und unser WoMo stand einwandfrei auf unserem Platz.
Also nicht lange warten sondern Wanderschuhe an und zur ersten Besichtigung in Richtung Rim. Egal wie oft man hier ist, der erste Moment wenn man in den Grand Canyon schaut ist jedes Mal wieder ein Erlebnis.
Ach ja, nachdem wir in Las Vegas und auch Seligman viele Wolken und ich ein paar Tropfen Regen hatten, war das Wetter hier so etwas von schön.
Den ersten Abend haben wir mit Grillen und einem netten Feuer genossen. Das tolle am Camping ist, man hat Nachbarn aus aller Welt, dazu aber später mehr.
Tag 2 stand vor der Tür und wir wollten ihn damit Beginnen (vom leckeren Frühstück abgesehen) dass wir zu einem Ort gehen an dem wir bei unseren drei Besuchen zuvor noch nie waren. Hermits Rest, es ist der östlichste Punkt den man mit dem Shuttle (Rote Route) erreichen kann. Von dort aus sind wir dann einige (viele) Meilen zurück in Richtung Village am Rim Trail entlang gegangen. Wie immer ist es sehr einsam im meist besuchten Park der Welt, einfach von den Stops des Shuttle weiterlaufen und ihr seit für euch alleine. Diese Tour lohnt sich und sie bietet nochmals einen ganz neuen Blick auf den Grand Canyon, ebenfalls lässt sie auch mehrere Blicke zum Colorado River zu.
Etwas erledigt aber glücklich waren wir gegen 16 Uhr zurück am WoMo. Nach einem leckeren Abendessen unter Sternenhimmel, direkt hinter unserem Camper haben wir unsere Nachbarn zu uns eingeladen. Ein ganz wunderbares Ehepaar aus Australien. Mark und Lorraine haben dem Ruf der Australier (das sie total Liebenswert sind und alles teilen) Ehre gemacht. Sie sind mit ausreichend Burbon aufgetaucht. Diese beiden zu treffen und einen schönen Abend am Feuer mit tollen Gesprächen zu geniessen gehört egal was noch kommt schon heute zu unseren Highlight. Das ist es was Camping in den USA ausmacht, Menschen aus den unterschiedlichsten Erdteilen treffen und sich austauschen. Nachdem Mark und Lorraine so viel über Australien erzählt haben müssen wir wohl da mal hin :-)
Morgen geht es für uns weiter in das malerische und einmalige Monument Valley.
Grand Canyon South Rim
Walk von Hermits Rest zurück ins Village
Treffen von Mark und Lorraine
Den Frieden und die Ruhe des Grand Canyon geniessen :-)
Nach 6 Jahren in anderen Ländern, dem Kauf eines eigenen Wohnmobils für Europa, dem Entdecken dass eine Pandemie praktisch jede Fernreise unmöglich macht ist es nun endlich wieder an der Zeit in unsere zweite Heimat zu ziehen.
Wie immer lassen wir dich lieber Leser, gerne an unseren Gedanken zur Tour und der Planung teilhaben bevor es dann mit den einzelnen Berichten zu den Touren losgeht.
Die Reisezeit selbst bleibt wie die vergangenen Jahre gleich, da wir mit dem Spätsommer sehr gute Erfahrungen gemacht hatten. Doch nun von Beginn an, warum nun nach 6 Jahren wieder USA?
In den ersten beiden Jahren seit unserer letzten Reise war Covid der klare Grund, keine Fernreise zu unternehmen. Da wir uns in dieser Zeit auch entschieden hatten ein eigenes Wohnmobil zu kaufen war klar, die nächsten Jahre werden wir Europa entdecken und dies haben wir reichlich gemacht und genossen.
Was jeder USA Liebhaber jedoch kennt, ist der innere Drang bei jedem Artikel, jeder Fernsehsendung, jedem YouTube Video, endlich wieder loszulegen und die nächste Reise zu planen.
Im Herbst 2024 haben wir uns wie bereits einige Male zuvor schon mögliche Flug Optionen angesehen. Da wir jede Menge Meilen hatten wollten wir unbedingt und wenn möglich alles über Meilen buchen. Wie bereits in den Jahren zuvor war der erste Blick gen Westen obwohl wir schon seit langem auch den Osten gerne mal bereisen wollten. Hier hat uns der Zufall weitergeholfen. Es hat schlicht keine sinnvollen Flüge von Zürich nach Los Angeles, San Francisco, Denver oder Las Vegas gegeben und auch mit Umsteigen via München oder Frankfurt war nichts bei Miles and More dabei. An besagtem Herbstabend haben wir spontan überlegt was uns im Osten schon immer begeistert hat und wir immer sehen wollten. Chicago war die einstimmige Meinung!
Da sich Chicago gut ab Zürich eignet musste wir nur noch den Rückflug Flughafen entscheiden. Auch hier waren wir uns schnell klar, Miami oder New York. Am Ende haben wir uns auch auf Grund der Flugmöglichkeit für New York entschieden.
So geht es für uns nun von Zürich nach Chicago und von New York über Genf zurück nach Zürich. Was sich bei dieser Route wirklich gelohnt hat war der Tarif. Beide Flüge in der Business Class über Meilen und nur die Gebühren von unter CHF 200.- wurden noch fällig.
Im Rahmen der Reiseplanung haben wir uns nun zu Beginn auf 2 mögliche Routen festgelegt:
Was es nun schlussendlich wird, darf in den nächsten Wochen und Monaten noch geplant werden. Eins steht jedoch fest. Wir freuen uns so sehr, wieder USA und zum ersten Mal im Osten.